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Kongressbericht
Wurzeln in Indien, Wege in Deutschland – und ein Wochenende voller Homöopathie
von Nicola Coutinho
Seit zehn Jahren wohne ich in Deutschland – meiner zweiten Heimat. Die erste? Die hat eindeutig mehr Gewürze. In dieser Zeit ist viel passiert: Seit acht Jahren führe ich meine eigene homöopathische Praxis in Hamburg. Und in diesem Jahr war es endlich soweit – ich habe mich zum ersten Mal getraut, an einem rein deutschsprachigen Homöopathie-Kongress teilzunehmen: dem SiMILE-Kongress 2025.
Und ich bin so froh, dass ich es getan habe.
Es war großartig, so viele Kolleg*innen leibhaftig zu sehen - viele kannte ich bislang nur als Autor*innen, Vortragende oder Instagram-Profile. Doch noch berührender war die Atmosphäre: So viele unterschiedlich denkende Menschen, vereint durch eine gemeinsame Herzenssache – Homöopathie.
Ob Ärzt*in, Heilpraktiker*in oder ganz andere Berufsbezeichnung – das spielte überhaupt keine Rolle. Was uns verbunden hat, war klar spürbar: die Begeisterung, das Engagement und die Überzeugung, dass diese Heilmethode Zukunft hat.
Die Vorträge, die ich besucht habe, waren so bunt wie unser Berufsstand selbst – methodisch, philosophisch, klinisch, persönlich. Und obwohl die Inhalte sehr verschieden waren, zog sich ein roter Faden durch alles: Sinnhaftigkeit.
Viktor Frankls Idee, dass wir durch Sinn Halt und Orientierung finden, wurde auf diesem Kongress nicht nur erwähnt – sie wurde gelebt. In den Vorträgen. Am Frühstückstisch. Abends im Garten des Seminarhauses "die Wolfsburg" bei Limo, Wein oder Wasser.
Ich merkte, dass ich – ganz ohne es geplant zu haben – durch alle drei Wege gegangen bin, die Frankl zur Sinnfindung beschreibt:
- Durch Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen
Was für Begegnungen! So viel Offenheit, Wärme und kollegialer Austausch – oft in nur wenigen Worten, aber mit nachhaltiger Wirkung. Ich spüre jetzt schon: Einige dieser Gespräche werden weit über den Kongress hinaus nachwirken.
Und dann ist etwas passiert, worauf ich insgeheim seit einem Jahrzehnt gewartet habe: Ich habe endlich eine Homöopathin in Deutschland getroffen, die jünger ist als ich!
Heißt also: Der Nachwuchs ist da – und vielleicht muss ich künftig doch keine indischen Kolleg*innen mehr einfliegen, um den Bedarf im Ursprungsland der Homöopathie zu decken. - Durch Arbeit und Taten
Lernen, Verlernen, Wiederentdecken. So viele Anregungen, kleine Tools für die Praxis, tiefgehende Fragen für das Leben. Ich bin mit einem vollgepackten Notizbuch und noch vollerem Kopf nach Hause gefahren – und das meine ich im besten Sinne. Dieser Kongress hat mir gezeigt, dass Lernen nicht immer linear sein muss. Manchmal reicht ein einziger Satz, der sitzt. - Durch Leid
Ich bin Inderin von Geburt, Deutsche aus Liebe – und mittlerweile ziemlich geübt in Behördenformularen, deutscher Grammatik und Smalltalk am Buffet. Trotzdem: Am Ende des zweiten Tages war mein Kopf kurz vorm Explodieren. So viele Informationen, so viele Nebensätze.
Ich habe mir eine kleine Auszeit im angrenzenden Wald gegönnt – ein paar Minuten Ruhe, Vogelgezwitscher, Durchatmen. Und auch das war Teil meines Kongresserlebnisses.
Rückblickend...
...war der Kongress für mich mehr als nur fachlicher Input. Es war ein Ort des Wiederverbindens – mit meiner Begeisterung, mit Kolleg*innen, mit dem Sinn hinter dem, was wir tagtäglich tun.
Ich kam zurück mit neuen Werkzeugen für meine Praxis, neuen Fragen für meinen Verstand – und vor allem mit einem gestärkten Gefühl von Zugehörigkeit.
Homöopathie lebt.
Durch uns. Durch unsere Neugier, unsere Gespräche, unser Dranbleiben.
Ich bin dankbar, dass ich dort war. Und ich weiß: Das war sicher nicht das letzte Mal.
SiMILE-Kongress 2025
Kongress für Praxis & Wissenschaft in der Homöopathie
28.-29.06.2025 in Mülheim an der Ruhr
Vom 28.-29.06.2025 findet der 2. SiMILE-Kongress für Praxis & Wissenschaft in der Homöopathie statt. Veranstaltungsort ist wieder die „Wolfsburg“ in Mülheim an der Ruhr.
Die Wolfsburg
Falkenweg 6
45478 Mülheim
Anfahrt
Grußwort zum SiMILE-Kongress, Mülheim, 03./04. Juni 2023
Von Prof. Dr. Dr. Harald Walach
Guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich freue mich über diese Einladung, hier auf diesem Kongress ein kleines Grußwort zu sprechen.
Homöopathie ist ja derzeit sehr stark unter Druck. Die Ärztevereinigungen und Ärztekammern nehmen die Homöopathie aus der Weiterbildung. Homöopathie hat eine schlechte Presse, und es kommt vermutlich allen so vor, als wenn das jetzt das erste Mal in der Geschichte der Homöopathie wäre ... ist es aber nicht! Das gab es immer wieder, dass Homöopathie durch verschiedene gesellschaftliche Bewegungen unter Druck geriet, und da sind aus meiner Sicht zwei Dinge wichtig. Erstens, zu erinnern, dass sie immer, in jedem Fall, nicht durch die Homöopathen, sondern durch die Patienten vor der politischen Vernichtung bewahrt wurde. Also ist es aus meiner Sicht wichtig, in dieser Zeit Patienten und Patienten-Verbände zu mobilisieren. Zweitens ist auch wichtig zu verstehen, dass es nicht die wissenschaftliche Datenlage ist, die dazu führt, dass Homöopathie unter Druck gerät. Denn wenn man es mal überblickt, ist die wissenschaftliche Datenlage für die Homöopathie nicht schlechter oder besser als die für die konventionelle Medizin. In der konventionellen Medizin gibt es für viele Interventionen nur schlechte Belege und in der Homöopathie gibt es über 400 Studien, die homöopathische Interventionen untersuchen. Und in ungefähr ähnlich vielen Prozentfällen, also circa. 50% der Fälle, sind die Studien deutlich positiv, in etwa 7 % der Fälle sind sie deutlich negativ, und bei den anderen wissen wir es nicht genau, weil die Studien zu klein sind oder weil die Datenlage nicht da ist. Und das ist in der konventionellen Medizin in keiner Weise anders. Wir haben vor kurzem in einer Metaanalyse von systematischen Reviews der Cochrane Collaboration systematisch untersucht [https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35447356/], über 1.500, und fanden, dass nur für 6 % aller konventionellen Interventionen, die dort untersucht wurden, klare deutliche Hinweise vorhanden sind. Also muss sich die Homöopathie aufgrund der Datenlage nicht verstecken. Das Problem ist meines Erachtens ein ideologisch-weltanschauliches. Denn zurzeit herrscht die Ideologie des Naturalismus oder der wissenschaftlichen Weltanschauung, oder, man kann auch sagen, einer subtilen, wissenschaftlich materialistischen Weltbetrachtung vor und in einer solchen Ideologie hat die Homöopathie mit ihren subtilen Prozessen, mit ihren informationstheoretischen oder von mir aus auch spirituellen Interventionsmechanismen eigentlich keinen Platz. Und deswegen wird die Homöopathie bekämpft, weil sie sozusagen ein geistiger Stein des Anstoßes ist. In diesem Feld ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, dass wir die Gegnerschaft oder die Diskurslage nicht auf eine andere Ebene verlagern, sondern genau diese Ebene der ideologischen Verblendung benennen, denn das materialistische Weltbild ist genauso eine Ideologie, wie es die marxistisch-leninistische Weltanschauung war. Oder wie es irgendeine andere Ideologie ist. Sie ist in keiner Weise besser oder schlechter als andere Denkweisen. Sie ist einfach nur weiter verbreitet, weil sie anscheinend so wahnsinnig rational ist. Wenn man es genauer betrachtet, ist sie das nicht. Ich habe das auf dem Galileo-Bericht, den man sich herunterladen kann [https://galileocommission.org/report/] analysiert, aber das Problem ist, dass diese Situation in keiner Weise im öffentlichen Bewusstsein ist. Deswegen muss die Diskursstrategie sein, nicht in der Defensive verharren und zu sagen ja, aber wir haben doch ein bisschen Studien, und wir wissen doch, dass es funktioniert, sondern diese ideologische Verblendung deutlich anzusprechen und zu analysieren. Das wird nicht einfach sein, aber ich glaube, das ist der einzige Weg, um einer Intervention wie der Homöopathie in der intellektuellen Landschaft einen Platz zu verschaffen und der einzige politische Weg ist, über die Patientenverbände die Behandlungsfreiheit und die Freiheit, homöopathische Interventionen in Anspruch zu nehmen, einzufordern.
Damit hoffe ich, dass ich Ihrer Versammlung einen kleinen Impuls gegeben habe und wünsche Ihnen eine sehr gute Veranstaltung. Danke fürs Zuhören.
Kongressberichte 2025
Wurzeln in Indien, Wege in Deutschland – und ein Wochenende voller Homöopathie
von Nicola Coutinho
https://simile-kongress.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10165&Itemid=3363
Zweiter Simile-Kongress
von Arcana
https://arcana.de/en/news/zweiter-simile-kongress
SiMILE-Kongress Mülheim an der Ruhr – 28. bis 29. Juni 2025
von Verena Landes-Matter (BKHD)
Gemeinschaft, Inspiration und klare Haltung – Rückblick auf den SiMILE-Kongress
von Manuela Schmidt-Manz (Akademie für Homöopathie – Homöopathie Forum e.V. Gauting)
https://www.homoeopathie-forum.de/de/aktuelles/simile-kongress-2025
Testimonials
…Ein geistiger Jungbrunnnen! -Eine Woge der Begeisterung für die homöopathische Arbeit. -Eintauchen in die Energie der Homöopathie. -Frauen und Männer, die Homöopathie betreiben, sind toll!…
…Highlight an fachlicher Expertise und guter Athmosphere…
…Das beste Event seit langem -- und eigentlich, seit ich vor 30 Jahren Heilpraktiker wurde! Fachlich, menschlich und organisatorisch gut, ins Auge sprang auch Zugewandtheit und gute Zusammenarbeit. Alles dies ganz ohne Wichtigtuerei.…
...Der Simile-Kongress hat sich zu einem ganzheitlichen Kongress entpuppt und Verbundenheit war die ganze Zeit über zu spüren. Er war rundum erfüllend! Keine Frage, ich komme wieder!...
...Der Simile-Kongress war in seinen Vorträgen spannend und qualitativ herausragend, das Miteinander sehr herzlich – Eine große Bereicherung für den Praxisalltag! Wir freuen uns schon auf den nächsten Simile-Kongress....
…Es war schön auch mal übergreifend mit den Homöopathen zusammen zu kommen & ich hoffe, dass es nächstes Mal doppelt so Viele werden.…
...Es war ein lebendiges, fröhliches Zusammentreffen vieler erfolgreicher und engagierter Homöopathen mit höchstem Qualitätsstandard...
... Wer diesen Kongress verpasst hat, hat nicht mitbekommen, was moderne Homöopathie (keine neue Richtung!) ausmacht...
...Ich habe die liebevolle, herzlich und wertschätzende Atmosphäre genossen. Denn gemeisam können wir zum Wohle Aller tätig sein...
...Simile-Kongress, Zeit für Homöopathie und mehr...
...Hochspannende Homöopathie hält uns in hochsensiblen Hemisphären hilfreich Hand in Hand...
...Mutig sein wird meistens belohnt. Seien wir mutig!!!...
...Eine perfekte Mischung aus persönlichem Austausch, Fachinformationen und viel Spaß in wundervoller Umgebung...
...Eine wunderbare Gelegenheit sich wieder einmal persönlich zu begegnen und das in einem schönen Umfeld mit hervorragender Tagungstechnik...
...Erfahrung und Wissen auf den Punkt gebracht...
...Wir HomöopathInnen stehen nicht am Rand, sondern mittendrin!...
...Simile-Kongress - ein MUSS für die Homöopathen-Welt...
...Neuer Schwung durch viele Impulse, schöne und interessante Begegnungen in einer wunderbaren Atmosphäre...
...Wir müssen aufhören die Homöopathie in das enge Korsett der abendländischen Wissenschaftlichkeit zwängen zu wollen...
...Es tut so gut zu wissen, dass wir nicht allein sind, sondern so viele nette Kolleginnen und Kollegen um uns wissen, die an so vielen Orten ebenfalls mit so viel Herzblut homöopathisch arbeiten. Ein Wochenende mit Vorträgen und Gesprächen im eigenen Stallgeruch, das tut so gut...
...Der Kongress war so gut, dass beim nächsten mehr als 1000 Homöopathinnen und Homöopathen teilnehmen sollten, damit daraus eine positive Bewegung entstehen kann!...